Pressemitteilung: Grünen-Landtagsabgeordnete Schulze zu Gast beim Frauennotruf Fürstenfeldbruck

 

(05.07.18) Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag und Spitzenkandidatin der Grünen für die Bayerischen Landtagswahlen, hat am 05.07.18 den Frauennotruf Fürstenfeldbruck besucht. Mit den Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs, der Interventionsstelle für Opfer Häuslicher Gewalt und dem Vorstand von Frauen helfen Frauen Fürstenfeldbruck e.V. hat Schulze über antifeministische Ressentiments diskutiert und sich über die Arbeit des Vereins informiert.

 

Thema war u.a. die defizitäre Finanzierung der Frauenberatungsstellen. Derzeit wartet der Frauennotruf auf die Auszahlung des jährlichen staatlichen Zuschusses – mit dem Wechsel im Sozialministerium hat sich die Verabschiedung neuer Förderrichtlinien verzögert. „Für unsere Arbeit bräuchten wir sowieso mehr Personal und Ressourcen. Aber im Moment haben wir das Problem, die Gehälter der Mitarbeiterinnen zu bezahlen,“ so Vereinsvorstand Barbara Kistler. Grünen-Spitzenkandidatin Schulze empört sich: „Es kann nicht sein, dass in einem reichen Land wie Bayern zu wenig Geld für die Unterstützung von hilfesuchenden Frauen da ist. Das ist ein himmelschreiender Skandal.“

 

Die Einrichtungen des Vereins – Frauenhaus, Frauennotruf und ‚Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt‘ – unterstützen seit 34 Jahren Frauen, die sexualisierte, körperliche oder psychische Gewalt erlebt haben. Allein im letzten Jahr hatte der Frauennotruf fast 600 Beratungskontakte. An die Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt wurden über 60 Fälle häuslicher Gewalt von Polizei und Jugendamt weitergeleitet.

 

Schulze verspricht, das Thema prominent in den Bayerischen Landtagswahlkampf einzubringen. “Die hohe Frauenfeindlichkeit macht mir große Sorgen. Jede Person die Hilfe sucht muss auch welche bekommen! Es macht mich wütend, dass Frauen und Mädchen die notwendige Hilfe von der CSU Regierung versagt wird. Ich bin sehr dankbar, dass der Verein schon seit 34 Jahren hilfesuchende Frauen unterstützt. Im Jahr 2018 muss jetzt aber auch endlich die Ausstattung und Finanzierung von Frauenhäusern, Beratungsstellen und Frauennotrufen massiv verbessert werden. Geld ist da, es fehlt nur am Willen der Regierung.” Vorstandsfrau Kistler: „Es muss sich noch viel tun! Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein Tabuthema. Die prekäre Finanzierungssituation zeigt, wie wenig das Thema politisch ernst genommen wird.“